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Ratgeber · Eternitplatten

Eternitplatten: Asbest erkennen, richtig entsorgen, clever ersetzen

Ob als Dachschindeln, Welleternit auf Garage und Schopf oder als Fassadenplatten: Faserzementplatten («Eternit») stecken auf unzähligen Schweizer Gebäuden. Wurden sie vor 1990 montiert, enthalten sie mit hoher Wahrscheinlichkeit Asbest – und dann gelten für Reinigung, Rückbau und Entsorgung strenge Regeln.

Verwittertes Welleternit-Dach mit asbesthaltigen Faserzement-Wellplatten und sichtbarer Bruchstelle
Verwittertes Welleternit mit Bruchstelle – hier ist die Faserbindung geschwächt. Foto: Harald Weber, CC BY-SA 3.0

Welche Eternitplatten gibt es – und wo ist Asbest drin?

Für alle Varianten gilt dieselbe Faustregel: Montage vor 1990 = Asbest sehr wahrscheinlich, zwischen 1990 und 1994 möglich (Übergangsfristen), danach asbestfrei. Sicherheit schafft nur die Laboranalyse – wie Sie das Risiko einschätzen, zeigt unser Ratgeber Asbest im Eternitdach erkennen.

Eternitplatten entsorgen: die Regeln in der Schweiz

Asbesthaltige Eternitplatten (Asbestplatten) sind Sonderabfall im Sinne der Abfallverordnung – für die Entsorgung gilt:

Vorsicht bei «Gratis-Räumungen» und Billigofferten

Wer asbesthaltige Platten unsachgemäss abträgt oder illegal entsorgt, riskiert die eigene Gesundheit, kontaminiert Haus und Garten – und haftet im Schadenfall. Verlangen Sie immer einen Entsorgungsnachweis der Deponie.

Was kostet die Entsorgung?

Als Richtwerte: Die Deponiegebühren für asbesthaltigen Faserzement liegen je nach Region grob bei CHF 150–300 pro Tonne, dazu kommen Demontage, Verpackung und Transport. In der Praxis rechnet man beim Dach mit CHF 30–80 pro m² für Rückbau und Entsorgung zusammen. Am wirtschaftlichsten ist die Entsorgung fast immer als Teil der kompletten Dachsanierung – Gerüst und Baustelleneinrichtung stehen dann ohnehin.

Ersetzen statt flicken: die Chance nutzen

Einzelne gebrochene Eternitplatten lassen sich nicht sinnvoll ersetzen – asbesthaltiges Material darf nicht mehr verbaut werden, und neue Platten passen optisch wie technisch selten zum alten Bestand. Wenn das Dach ohnehin altersschwach ist, lohnt sich der Systemwechsel:

So wird aus dem Asbestproblem ein gedämmtes Dach, das Strom produziert – mit Fördergeldern und Steuerabzügen, die einen erheblichen Teil der Kosten tragen.

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